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Neustadt/Aisch, 01.August 2014
Lehrveranstaltung zum Thema Holzbereitstellung

 

Am vergangenen Freitag fand die, von der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt/A.-Uffenheim (FBG) organisierte, Lehrveranstaltung zum Thema Holzbereitstellung statt. Diese Veranstaltung, verstand sich als Auftakt für weitere Fortbildungsmaßnahmen für interessierte Waldbesitzer.

Zunächst wurde ein Vortrag über die theoretische Holzbereitstellung und die damit verbundenen verschiedensten Bereiche in den Büroräumen der FBG durch den zuständigen Förster der FBG, Herrn Helge Schneider, vorgetragen. Die Holzbereitstellung ist ein sehr breites Feld, so Schneider, dass wir in die Bereiche Organisation, Holzbewertung bzw. -aushaltung und logistische Bereitstellung gegliedert haben. Die Teilnehmer wurden chronologisch durch das Thema geführt und durch die verschiedensten Fragestellungen konnte eine informative Gesprächsrunde entstehen.

Wesentliche Bestandteile dieses theoretischen Blocks waren die Herleitung der zielgerichteten Holzerntetechnik und damit verbunden der Ablauf einzelner Prozesse, genauso wie die Holzverwertung mit der Maßgabe optimale Wertschöpfung zu erzielen bis hin zur idealen Bereitstellung der einzelnen Sorten, um die Kundschaft positiv zu beeinflussen.

 

Konkret wurden alle diese einzelnen Abläufe im Bereich der Holzbereitstellung als Förster Schneider die Teilnehmer in den Markt Erlbacher Rechtlerwald führte. Dort wurden sie von dem Mitglied des Rechtlervorstandes, Hans-Peter Frühwald, begrüßt, welcher aus seiner Sicht die Blicke der Waldbesitzer auf die erst kürzlich durchgeführte Holzerntemaßnahme führte. Die Durchforstung fand mit dem Harvester (eine Maschine zur Fällung und Aufarbeitung von Bäumen) in jenem Waldstück statt, welches zuvor von Förster Schneider vorbereitet wurde, in dem dieser Bäume zur Entnahme markierte und dem Harvesterfahrer eine Sortenbeschreibung erstellte anhand die Baumstämme aufgearbeitet werden konnten. Daraufhin nahmen die interessierten Waldbesitzer den Bestand genauestens unter die Lupe und waren durchwegs von der guten Arbeitsqualität von Harvester- und Rückezugfahrer angetan. Denn auch die Polterung, das Stapeln der einzelnen Stammstücke, war nahezu optimal, um die bestmöglichen Holzerlöse erzielen zu können.

 

Aus dem Kreise der Teilnehmer kam oft die Frage, warum solche Holzeinschläge bereits Ende Juli absolviert werden. Zur Beantwortung jener Frage verwiesen sowohl Hans-Peter Frühwald als auch Helge Schneider auf die optimalen Bodenverhältnisse im Bestand aber auch hinsichtlich des LKW – befahrbaren Waldwegs. Hier finden kaum Schäden statt und machen eine spätere Instandsetzung der Waldwege überflüssig. Denn ein wesentlicher Punkt der Holzbereitstellung ist ein befestigter Waldweg, der stets von den Holzfuhrunternehmen angefahren werden kann. Einen solchen witterungsunabhängig befahrbaren Waldweg vernünftig anzubieten, bedarf es, ihn stets instandzuhalten. Da ist eine Abfuhr der bereitgestellten Hölzer zur trockenen Jahreszeit wesentlich schonender für den geschotterten Weg. Ebenfalls ist ein ausreichendes Lichtraumprofil für die Durchfahrt von Holztransportern herzustellen. An diese Umsetzung appellierte Förster Schneider besonders, denn dadurch erleichtert man nicht nur dem LKW-Fahrer maßgeblich die Zugänglichkeit zu dem angebotenen Holz, sondern auch die eigenen Waldwege halten wesentlich länger den Durchfahrten stand, da bei freigeschnittenen Wegen Licht auf den Boden kommt und die Wege austrocknen können.

 

Nach Abschluss der informativen Darstellung in punkto Holzbereitstellung folgte eine offene Gesprächsrunde zu den verschiedensten Bereichen der Forstwirtschaft, die sicher bei weiteren Lehrveranstaltungen fortgesetzt werden kann. Jedenfalls ist die FBG gewillt weitere solcher Fortbildungsmaßnahmen für die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft zu organisieren.


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